Author: » Junet

Beiträge

Pastete im Potjie - Das Ergebnis

Update: Pilzpastete im Potjie – We got it!

Pastete im Potjie - Das Ergebnis

Pastete im Potjie – Das Ergebnis

Wir hatten uns nach zwei verunglückten Versuchen nun noch einmal Gedanken zum Aufbau gemacht und versucht zu eruieren welche Möglichkeiten im Mittelalter tatsächlich vorhanden waren und wie man diese hätte einsetzen können. Das neue Konzept sah daher vor, Kohlen zu besorgen um eine ausdauernde gleichbleibende Hitze von oben zu schaffen. weiter lesen

Koppenhagen Mittelalter Markt 20917

Kopenhagen Mittelaltermarkt 2017

Koppenhagen Mittelalter Markt 20917

Koppenhagen Mittelalter Markt 2017

Ein tolles Pfingstwochenende in Kopenhagen liegt hinter uns. Das Wetter war uns auch an diesem Wochenende gewogen und somit ist das Fazit bezüglich des Wetters in dieser Saison schon jetzt positiver als in der regenreichen Saison 2016. Unser Camp – wie alle uns versicherten – war hyggeligt (dänisch => gemütlich) und wir haben die Tage mit Familie Larsen sehr genossen. Zudem haben wir uns sehr über den Besuch von Decima zum Abendessen gefreut und sind stolz darauf das sie mit Platz 4 den höchsten, nicht durch eine Dänische Mannschaft belegten Platz erzielt haben. An dieser Stelle auch den Dänen: „Congrats – Well Done!“. weiter lesen

3. Landsknecht Hurra

3. Europäisches Landsknecht Hurra

3. Landsknecht Hurra

3. Landsknecht Hurra

Ein unglaublich schönes und sehr warmes Landsknecht Hurra liegt hinter uns. Zwischen Kanonen-Donner und leckerem Essensduft, Rüstungsgerassel und Würfelspiel verbrachten wir erlebnisreiche Tage im Allgäu. Vor der tollen Kulisse der Alpen zogen die Fähnlein aufs Feld und in den „Kampf“ – gut das wir in Friedenszeiten leben und uns nur das Kanonendonner durch Mark und Bein geht und nicht noch die Angst. Tief beeindruckend die Fähnlein Aufstellung nehmen zu sehen, den Ablauf der „Schlacht“ zu verfolgen, das Gedonner der Pferdehufe und die Anweisungen aus den Reihen zu vernehmen. Man kann über eine Schlacht lesen, aber das Gefühl, der Geruch und die Geräusche waren für mich bislang nur schwer vorstellbar. weiter lesen

Spätmittelalter im Norden im Mittelalterhaus Nienover

Mittelalterhaus Nienover

Mittelalterhaus Nienover

Ein wunderbares Wochenende liegt hinter uns. So schön, dass es einem schwer fällt es in Worte zu fassen. Zwischen Küchenduft und Pulverdampf verbrachten wir viele (be-)sinnliche, lustige und entspannte Tage im Mittelalterhaus Nienover. Eines ist jetzt schon klar: das machen wir nächstes Jahr noch einmal. Es war einfach großartig im Kreise lieber Freunde das Ambiente des Hauses genießen zu dürfen, ganze besondere Highlights waren dabei der Backofen und vor allem was daraus köstliches hervorkam. Ebenso die gemütlichen Stunden bei Handarbeit und Bastelei. Natürlich wurde auch dieses mal wieder viel gelacht und vieles ausgetauscht und ausprobiert. weiter lesen

Verkündigung an Maria, 1480-1490, Passau (Veste Oberhaus)

Paternoster – im Spätmittelalter und früher Neuzeit

Verkündigung an Maria, 1480-1490, Passau (Veste Oberhaus)

Verkündigung an Maria, 1480-1490, Passau (Veste Oberhaus)

Es ist anzunehmen, dass Paternoster oder auch Rosenkränze im späten Mittelalter zunehmend an Popularität gewannen. Ob dies auf den Abbildungen nur so scheint oder ob diese bis dahin eher weniger sichtbar getragen wurden, kann ich so nicht sagen. Fest steht aber, dass sie nun zu einem sichtbaren Accessoire avancieren. Um das Handgelenk gewunden, am Gürtel, um den Hals, gar an Schwertknäufen sind sie plötzlich viel öfter auf Gemälden zu entdecken – sowohl in klerikalen Darstellungen, wie auch auf Portraits oder einfach in zeitgenössischen Darstellung von Alltagssituationen und gesellschaftlichen Ereignissen.
Eigentlich, so schneit mir, ist der Paternoster oder auch Rosenkranz ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bis in die Renaissance hinein beinahe allgegenwärtig und wird erst durch die teilweise einsetzenden Reformation regional verdrängt. Zum Beispiel durch die Gründung der Anglikanischen Kirche durch Heinrich VIII. in Engalnd und dessen Verordnung nicht mechanisch mit einem Rosenkranz zu beten (1538) und später sogar die komplette Verwendung (1547). weiter lesen

No image

Entwicklung/ Entstehung von Nachnamen

Sächsisches Stammbuch - Alheyt & Baba

Sächsisches Stammbuch – Alheyt & Baba

Seit Anfang des 15. Jahrhunderts ist der Gebrauch von Nachnamen in ganz Europa üblich. Anfangs handelte es sich lediglich um einen Beinamen einer bestimmten Person – etwa nach seiner Herkunft, Beruf oder individuellen anderen Merkmalen – welche nicht auf weitere Personen übertragen wurden. Erstmalig ist das „Vererben“ von Nachnamen aus Italien (Venedig) im 9. Jahrhundert überliefert und breitete sich dann über Westeuropa und Süddeutschland aus, bis schließlich im 15. Jahrhundert in ganz Europa Nachnamen und dessen Ausweitung auf alle Familienangehörigen zunehmend gebräuchlich waren, teils sogar auf das Gesinde übertragen wurde. Ausnahme waren bis dahin fast nur die Römer mit ihrem Drei-Namen-System (Rufname + Sippenname + Beiname). weiter lesen

Sitzgruppe

Tisch & Stuhl

Sitzgruppe

Sitzgruppe

Tische, Bänke und Hocker mit ansteckbaren Beinen waren über viele Epochen hinweg sehr beliebt. Über die Zeit änderte sich die Form und Aufmachung ein wenig, jedoch blieb das Prinzip das Gleiche. Anhand vieler Bilder ist dies zu sehen, wie zum Beispiel aus den Nürnberger Hausbüchern.
Nicht zuletzt durch den Vorteil der leichten Transportierbarkeit, da komplett zerlegbar, haben auch wir uns dafür entschieden. Tisch und Stuhl wirken dennoch für das 15. Jahrhundert etwas altertümlich. Die Form der Sitzfläche unseres Hockers wurde bislang eher durch Funde bei den Wikingern belegt. Diese konnten wir bisher fürs 15. Jahrhundert so nicht finden, da wir nur Abbildungen aufstöberten, auf welchen bereits jemand sitzt. Somit ist die Form derzeit für uns noch nicht geklärt. Der Tisch ist noch recht roh zugehauen und besteht aus zwei Platten, welche mit einer Lücke nebeneinander angebracht sind, was auf den meisten Bildern des 15. Jahrhundert schon etwas weniger „rustikal“ wirkt. Aber auf Grund unserer doch recht unzureichenden Tischler-Künste und der Einschränkung des Transportraumes unseres Autos scheint uns dies durchaus eine annehmbare Alternative. weiter lesen

Unsere Grapen 2,5L/ 0,4L (von Ilja Frenzel)

Grapen

Unsere Grapen 2,5L/ 0,4L (von Ilja Frenzel)

Unsere Grapen 2,5L/ 0,4L (von Ilja Frenzel)

Grapen gehörten zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert in jede Küche. Aus Keramik und auch aus Bronze hergestellt, waren sie in allen Größen und für die verschiedensten Verwendungszwecke anzutreffen. Vom kleinen Kännchen, bis zum großen Kochkessel, mit oder ohne Deckel, mit Ausguß oder Tülle oder auch mit und ohne Henkel, war ihnen ihre kugelige Form auf drei Beinen meist gemein. Bronzegrappen waren teuer, dafür aber länger haltbar, dementgegen deren Pendant aus Keramik leichter und günstiger herzustellen war. weiter lesen

Unserer Spanschachtel

Spanschachtel

Unserer Spanschachtel

Unserer Spanschachtel mit Nähutensilien

Spanschachteln dienen der Aufbewahrung und waren bis ins 20. Jahrhundert hinein gebräuchlich. Sie dienten zum Beispiel als Handelsverpackung, der Aufbewahrung von Kleingegenstände und im 16./17. Jahrhundert im Süddeutschen Raum hübsch bemalt als Brautschachteln. Diese Tradition gelangte später auch in den Norddeutschen Raum. Ebenso fanden sie auch als Hutschachteln Verwendung.
Über die Jahrhunderte veränderte sich ihr Aussehen wie auch die Dekoration. Früher noch mit  Gravuren geschmückt und hübschenHenkeln verziert, waren sie im Spätmittelalter meist schmucklos. Dennoch gibt es viele bemalte Exemplare, welche nicht dem täglichen Gebrauch dienten und wohl eher der Oberschicht gehörten. weiter lesen

Wendeschuhe und Trippen

Schuhwerk

Wendeschuhe und Trippen

Wendeschuhe und Trippen

Wendeschuh / Wendegenähte Schuhe

Im Mittelalter erfreut sich der Wendeschuh großer Beliebtheit. Seine für Arbeitsschuhe weiterhin kurze Spitze, wurde mit dem Hoch- und vor allem Spätmittelalter immer länger und vor allem für höher gestellte Personen ein modisches Accessoire. Man munkelt, dass einige Schuhspitzen so lang waren, dass der Träger kaum noch darin laufen konnte ohne über die Spitze zu fallen. Im 16. Jahrhundert wurde der Wendeschuh dann zunehmend von modernen Rahmengenähten Schuh abgelöst. Wende-genähte Schuhe sind heute nur noch vereinzelt im Gebrauch, so zum Beispiel für Ballerinas als Spitzenschuhe. weiter lesen