Beiträge
Blamensir/ Blancmanger – Weißes Essen nach „Buoch von guoter spise“
Diese leckere Suppe ist eine unserer Liebsten und es gibt viele verschieden Hinweise darauf. Nicht nur in diesem Buch sondern auch in der Rezeptsammlung von Maggie Black „Küchengeheimnisse des Mittelalters“ wird eine leicht abgeänderte Form des Gerichts aufgeführt. Soweit uns bekannt war „weißes Essen“ in Klöstern weit verbreitet und enthielt in Mandelmilch gekocht, alles was weiß ist (das weiße vom Lauch, Hühnerfleisch, Reis etc.) – wie der Name schon sagt 🙂
Kohleintopf aus „Der Bürger von Paris“
Wer kennt denn keinen nicht Kohleintopf? Die einen lieben ihn, die anderen weniger 🙂 Das besondere hieran, ist die für die heutige Zeit ungewöhnliche Würzmischung…. Zimt Koriander, Zucker??? … wir hatten auch erst einmal Bedenken. Aber vor allem im Winter ist dies eine so gelungene Mischung zusammen mit dem Kohl, dass es sich sogar in unsere alltägliche Küche eingeschlichen hat. Zudem nicht nur günstig, sondern auch sehr Herdfeuer tauglich 🙂
Eine Ode an die Frau oder wie man aus der Not eine Tugend macht
Das im Mittelalter weit verbreitete Bild der schwachen oder auch minderwertigen Frau, war auch im Spätmittelalter bereits Diskussionsgrundlage und Hintergrund von einigen literarischen Werken. Nicht zuletzt durch Christine de Pizan und ihrer Mitstreiter(Innen) wurde die – auf männlicher Seite allgemein akzeptierte – Minderwertigkeit und sozial untergeordnete Stellung der Frau angeprangert. Jedoch war dies nicht alles, im 15. Jahrhundert befand sich die Gesellschaft Europas auf dem direkten Wege in die Neuzeit und brachte uns nicht nur den Buchdruck und Luthers Thesen sondern auch eine der großen Schriftstellerinnen der damaligen Zeit.
Burgbelebung Turmhügelburg Frühjahr 2016
Ein toller Saisonstart 2016 auf der Trumhügelburg Lütjenburg. Auch wenn es noch stellenweise etwas frostig war, haben die tollen Gespräche, der ein oder andere Met und leckeres Essen die Gemüter gewärmt. Nicht zu vergessen das tolle Feuer im Gesindehaus. Es war ein schönes Wochenende und wir freuen uns schon auf das nächste Mal. 🙂 Ein schönen Start in die Mittelalter Saision 2016 für alle und wir hoffen euch auf dem ein oder anderen Markt zu treffen.
Der Sundzoll Krieg – Rostock strebt Separaten Frieden an
Der im Jahre 1426 begonnene Krieg, auf Grund des eingeführten Sundzolls durch König Erik VII. von Dänemark, zwischen Hanse und der Kalmaren Union (Norwegen, Dänemark, Schweden) sollte noch bis ins Jahr 1435 vorgeführt werden. Den Ausgang fand der Konflikt zu Beginn des 15. Jhd. mit der Ablösung der Holländischen Städte von der Hanse, welche gemeinsam mit englischen Schiffen begannen der Hanse das Monopol streitig zu machen. Ab 1422 war der Öresund Kanal Austragungsort dieses Konflikts, in dem die Hanse holländischen und englischen Schiffen die Durchfahrt in die Ostsee verweigerte und ebenfalls die Hanseschiffe bei Einfahrt in die Nordsee gekapert wurden. König Erik VII. versuchte aus dieser Schwächung der Hanse zu profitieren und deren Vorrechte abzuschaffen. Er errichtete zu diesem Zweck bei Helsingør eine Festung und führte 1426 den Sundzoll ein, welcher in veränderter Form bis ins Jahr 1857 vorbestehen sollte.
Oliviero Carafa
Heute, dem 10. März im Jahre des Herrn 1430 wurde Oliviero Carafa in Rom geboren. Oliviero Carafa war ein Förderer der Kunst und Architektur in Neapel und Rom. In seinem Auftrag schuf Filippino Lippi die berühmten Fresken in der Carafa-Kapelle der Basilika Santa Maria sopra Minerva in Rom.
Mittelalter Damen Strümpfe (FrühMi)
Strümpfe sind schon das ganzen Mittelalter hindurch gebräuchlich und haben sich über die Zeit meines Wissens nur wenig geändert. Gefertigt wurden diese aus Stoffen in Leinwand- oder Körperbindung. Je nach Geldbeutel, waren diese aus verschiedenen Materialien, wobei der größere Anteil sicherlich bei Leinen oder Wolle lag. Diese Webarten und Materialien sind nicht besonders elastisch, daher unterscheidet sich der Tragekomfort von dem heutiger Strümpfe oder Socken. Die Strümpfe sind etwas über Knielang und werden unter dem Knie mit einem Band festgehalten. Diese können Nesteln, Brettchenborte oder sogar kleine schmale Ledergürtelchen sein – wohl auch hier eine Frage des Geldbeutels. Der obere Rand wird dann nach unten geschlagen, oder konnte sogar unter dem Band festgesteckt werden, um eine bessere Haltbarkeit zu erzielen.
Paternoster/ Rosenkranz
Aus denen im frühen Mittelalter aufkommenden Wiederholungsgebeten des „Vater Unser“ (Paternoster) und später des „Ave Maria“, entwickelte sich das Rosenkranzgebet. Diese wurden hundertfünfzig mal in Zehnergruppen wiederholt und mit weiteren Geheimnissen und Psalmen erweitert. Begleitend dazu entwickelten sich sogenannte „Zählketten“ – spätere Paternoster oder Rosenkränze – um Anzahl und Reihenfolge der Gebete sicherzustellen. Eine erste Erwähnung einer entsprechenden „Zählkette“ findet man bei der angelsächsichen Adeligen Lady Godiva († um 1085).



















